Das Beuteln bzw. Sieben von Mehl hat es schon immer gegeben. Früher wurde es ganz grob mit der Hand gesiebt und aufgrund des hohen Selbstkostenpreises (30 %entfernte Stoffe) war das Mehl nur wenigen Reichen zugänglich.

Da das einfache Volk sich mit Schwarzbrot begnügen musste, wurde Weißbrot zu einer der symbolischen Hauptforderungen der Französischen Revolution.

Doch erst mit der Entdeckung der Zylindermühle im Jahre 1870 wurde es möglich, die Selbstkosten für das Ausmahlen des Mehls beträchtlich zu verringern und somit das tägliche Weißbrot in einer wesentlich größeren Menge anzubieten.

Bekanntlich wurden dem Mehl jedoch durch die Ausmahlung Nährstoffe entzogen, d.h. Proteine, essentielle Fettsäuren, Vitamine, Mineralsalze, Spurenelemente und Ballaststoffe.

Wie man ebenfalls weiß, bewirkt das Ausmahlen von Weizenmehl einen Anstieg des glykämischen Indexes von 40 auf 70, wodurch es zu einem hyperglykämisch wirkenden Lebensmittel wird.

Wir (mit Ausnahme der Amerikaner) essen heute vielleicht weniger Brot als vor einhundert Jahren, dafür nehmen wir mehr Weißmehl zu uns durch den Verzehr von Nudeln, Sandwiches, Pizza, Keksen, diversen Kuchen…