Die Nase ist eigentlich nur ein Sensor. Das eigentliche Messinstrument für Düfte und Gerüche befindet sich in einem bestimmten Bereich des Gehirns, dem so genannten olfaktorischen Zentrum. Es befindet sich im entwicklungsgeschichtlich ältesten Teil des Großhirns, und es ist wohl kein Zufall, dass sich in dieser Region auch der Hirnabschnitt für die Gefühlswelt befindet. Außerdem gibt es Nervenverbindungen zu Bereichen, die als Limbisches System bezeichnet werden, das vor allem unsere Gefühlsregungen bestimmt.

Die Nase ist ein wahres Hochleistungsorgan:
■ Die Nase kann binnen einer bis zwei Sekunden minus 12 °C kalte Luft auf plus 25 °C erwärmen;
■ die Nasenschleimhaut produziert pro Tag ca. 200 g Sekret;
■ durch die Nase können in der Minute unter Ruhebedingungen sechs Liter Luft strömen, bei starker körperlicher Belastung können es sogar bis zu 60 Liter sein;
■ 70% der Staubpartikel in der Atemluft können im Nasenschleim gebunden werden;
■ in der Nasenschleimhaut sind rund 20 Millionen Riechzellen angesiedelt, die auch wichtig für die
Wahrnehmung des Geschmacks von Speisen sind;
■ mit Hilfe der Riechzellen können 10 000 Geruchsqualitäten und 200 verschiedene Gerüche unterschieden
werden.

Den Menschen, die ihren Geruchssinn verloren haben oder nie einen hatten, geht ein ganz wichtiger Teil der Wahrnehmung verloren. Dabei geht es nicht nur um den Verlust von angenehmen Wahrnehmungen, sondern auch um die Wahrnehmung von Gefahren. Bestimmte Gerüche – wie zum Beispiel Gasgeruch – signalisieren eine Gefahr; verdorbene Lebensmittel verraten durch ihren üblen Geruch, dass man sie nicht mehr essen darf usw.

Nasenbluten
Nasenbluten ist nicht prinzipiell gefährlich, tritt es aber häufig und stark auf, muss man sich in ärztliche Behandlung begeben. Es gibt operative Methoden, die dem Veröden von Krampfadern ähnlich sind, durch die das häufige Bluten besonders exponierter Adern unterbunden werden kann. Vor allem in der Nähe der Nasenlöcher ist die innere Nasenschleimhaut von einem dichten Netz aus Blutgefäßen durchzogen. Bei häufigem Schnäuzen kann, bei Frauen insbesondere auch während der Menstruation oder in der Schwangerschaft, ein Äderchen platzen und zu Nasenbluten führen. Meist reicht es, den Kopf nach hinten und vielleicht eine kühle Kompresse in den Nacken zu legen und die Nasenlöcher mit den Fingern leicht zuzudrücken.

Häufig ist aber eine zu trockene Nase – vor allem bei trockener Raumluft im Winter – oder eine
entzündete Nase der Anlass für Nasenbluten. Dagegen hilft ein fast vergessenes, aber äußerst effektives Gerät: die Nasendusche; man erhält sie in Apotheken. Mit diesem Plastikgerät wird eine Spüllösung in ein Nasenloch gedrückt und durch das andere wieder herausgelassen.
Hier ein Rezept für eine entzündete Nase:

Nasenspüllosung gegen Entzündungen
V2TL Kochsalz
2 SO ml warmes Wasser
10 Tr. D-Panthenol
Salz im warmen Wasser lösen. D-Panthenol zugeben. Lösung in die Nasendusche füllen und sofort spülen.

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